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AK Hilfen für Kinder und Jugendliche

Frühförderung

Der Fachbegriff Frühförderung bezeichnet Hilfen für Kinder, die in ihrer Entwicklung verzögert, gefährdet, von einer Behinderung bedroht oder behindert sind. Ziel ist es, diese Gefährdungen und Behinderungen so früh wie möglich zu erkennen, um die erforderlichen Hilfen einzuleiten. Frühförderung können Kinder von Geburt an bis zum Zeitpunkt ihrer Einschulung erhalten. Die Frühförderstellen im Fachverband
evangelische Behindertenhilfe arbeiten interdisziplinär, d. h. durch ein Zusammenspiel von ärztlichen, medizinisch-therapeutischen, psychologischen, pädagogischen und sozialen Maßnahmen wird die Gesamtentwicklung des Kindes gefördert, orientiert an seinen individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten. Neben diesem interdisziplinären Ansatz ist die Familienorientierung ein besonderes und charakteristisches Merkmal der Frühförderung. Die Familie wird in die Therapie des Kindes miteinbezogen. Eltern werden beraten, wie sie ihr Kind annehmen, erziehen und fördern können. Eltern- und Familieberatung haben deshalb bei der Frühförderung einen hohen Stellenwert. Es gibt 12 diakonische Frühförderstellen für ca. 3000 Kinder in Bayern.

Tagesstätten und Schulen

Als teilstationäre Einrichtung neben den Sozialfeldern Familie, Schule und ambulante Beratungsdienste sowie stationäre Unterbringung verfolgt die heilpädagogisches Tagesstätte das Ziel, den behinderten Kindern und Jugendlichen zu einem sinnvollen, möglichst selbstbestimmten Leben zu verhelfen sowie ihnen Lebensqualität zu ermöglichen. Als spezifisches Sozialisationsfeld hat damit die heilpädagogische Tagesstätte einen eigenen Auftrag und eine eigene Identität. Nach übereinstimmender Auffassung von Fachleuten muss die Arbeit in heilpädagogischen Tagesstätten für Kinder und Jugendliche mit Behinderung sowohl sozial als auch heilpädagogisch sein. Nur so kann sie die auch vom Gesetz gestellten Aufgaben erfüllen. Heilpädagogik kann sicher nicht in allen Fällen eine bestehende Behinderung „heilen“, sie kann aber die körperlichen und seelischen Folgen (Sekundärsymptome) abwenden, verbessern, mildern, teilweise beheben und somit weiter zunehmender Behinderung vorbeugen.


Sprecher des Arbeitskreises:

Klaus-Peter Linhardt
Leitung der Frühförderstelle Bayreuth
Hilfe für das behinderte Kind Bayreuth gGmbH
Richard-Wagner-Straße 52
95444 Bayreuth
Tel.: 0921 50 73 76 00
Fax: 0921 50 73 76 20
E-Mail: linhardt@diakonie-bayreuth.de